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Behandlungsmodule

Anamnese

 

      Ausführliche Anamnese 
     
Gemäß einer ganzheitlichen Therapie steht am Anfang eine umfangreiche Anamnese. Das bedeutet, dass ich mich mit dem Patienten in ca. eineinhalb Stunden über seine aktuellen und bereits durchgemachten Leiden unterhalte. Schon dabei können Zusammenhänge von der Entstehung eines Krankheitsgeschehens, der Lebensführung und von Belastungen erkannt werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 Stuhluntersuchung durch ein mikrobiologisches Labor
 
Nach Hildegards Überzeugung lag die Ursache zahlreicher Erkrankungen, so beispielsweise von Allergien oder Hauterkrankungen, im Darm. Heute weiß man, dass das Funktionieren des Immunsystems maßgeblich von einer intakten Darmflora abhängt, da das darmassoziierte Immunsystem ca. 80 % des gesamten körpereigenen Abwehrsystems ausmacht. Darum lasse ich bei Verdacht auf eine Dysfunktion in Zusammenarbeit mit einem Mikrobiologen eine Stuhlprobe auf die Zusammensetzung der gesamten Darmflora untersuchen, um anschließend eine gezielte Darmsanierung durchführen zu können. 
 
Die Darmflora kann nicht nur durch eine ungesunde Lebensweise oder Dauerstress gestört werden, sondern ebenso durch eine Vielzahl von chemischen Medikamenten wie Antibiotika, Cortison, Psychopharmaka, Schmerzmittel, Säureblocker, Herzmittel, Blutdruckmittel, Lipidsenker und viele mehr.
 
  
Darmsanierung
 
Anhand des mikrobiologischen Befundes erarbeite ich eine individuelle Darmsanierung, die kurmäßig durchgeführt wird.
 
 
Ausleitungsverfahren
 
o Aderlass
 
Die Heilkundigen vergangener Jahrhunderte sahen Aderlass als ein geeignetes Mittel an, den Körper von krankheitsverursachenden Stoffen und Säften zu befreien und ein gesundes Gleichgewicht wieder herzustellen. Reichten diätetische Maßnahmen zur Genesung nicht aus, bediente man sich der Ausleitungsverfahren. Auch heute noch werden die Methoden in der Hildegard-Medizin angewendet. Es gibt zwar bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Effekte belegen und erklären könnten, aberes liegt eine Vielzahl an Erfahrungsberichten vor, die in Jahrzehnten gesammelt wurden. Die Beobachtung von Krankheits- und Genesungsgeschehen waren in den 2300 Jahren, in denen die Humoralpathologie die anerkannte Schulmedizin darstellte und an den Universitäten Europas gelehrt wurde, maßgeblicher Faktor, um entsprechende Rückschlüsse auf die Entstehung von Krankheiten und deren Heilungsgeschehen ziehen zu können und Krankheits- und Therapiekonzepte im wissenschaftlichen Kontext zu entwickeln. Die Beobachtung ist auch in der heutigen Medizin ein wichtiges Element. Beispielsweise beobachtete man, dass ß-Blocker, die zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt worden waren, zahlreichen Menschen bei Migräne halfen, aber man konnte lange Zeit nicht den Wirkmechanismus aufklären. 

Man geht davon aus, dass der Aderlass das körpereigene Selbstheilungssystem anregen kann, indem möglicherweise Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde aktiviert werden. Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und sitzt direkt über der Hypophyse. Er stellt das wichtigste Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems dar.

Er ist u. a. für die Steuerung von Körpertemperatur und Blutdruck zuständig. Über ihn werden Nahrungs- und Wasseraufnahme reguliert, der Schlaf- Wachrhythmus sowie das Sexual- und Fortpflanzungsverhalten gesteuert. Zahlreiche im Hypothalamus gebildete Hormone beeinflussen in der Hypophyse die Ausschüttung weiterer Hormone und nehmen so Einfluss auf  die Funktion von Schilddrüse, Nebennierenrinde, Eierstöcke sowie die Milchbildung in der Stillzeit. In der erbsengroßen Hypophyse, auch Hirnanhangsdrüse genannt, werden außerdem Endorphine, das sind körpereigene schmerzlindernde Stoffe, gebildet. Ebenfalls wird in der Hypophyse Oxytocin gebildet, das beim Geburtsvorgang wehenauslösend wirkt. Es kann ferner den Blutdruck und den Kortisonspiegel beeinflussen, die Wundheilung fördern und beruhigend wirken. 

Möglicherweise können diese Zusammenhänge zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde zahlreiche beobachtete Reaktionen nach einem Aderlass erklären. So kann sich beispielsweise eine Regulation des Blutdrucks einstellen. PatientInnen berichten beispielsweise von einem Wohlbefinden, vom Nachlassen ihrer Gelenkschmerzen, Verbesserung von Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen sowie der Linderung von Menstruationsbeschwerden und vieles mehr.

Wie wird nun ein Aderlass durchgeführt? Jeden Monat gibt es eine bestimmte Aderlass-Zeit. Das sind sechs Tage der abnehmenden Mondphase, vom Vollmondtag an gerechnet. Das hört sich vielleicht ein bisschen esoterisch an, man bedenke aber welch großen Einfluss der Mond auf die Erde hat. So sind Ebbe und Flut vom Mond abhängig. Zur richtigen Mondphase geschlagenes Bauholz ist absolut resistent gegen Ungeziefer und verzieht sich auch nach Jahren nicht durch Luftfeuchtigkeit. Auch Stradivari hat mondgeschlegelte Haselfichte für seine legendären Instrumente verwendet. Das Holz wird in der abnehmenden Mondphase geschlagen, weil sich dann die Säfte zurückziehen und sie vom Holz abgegeben werden.

Beim Aderlass geht es ebenfalls darum, schlechte Säfte aus dem Körper fließen zu lassen, um ihm die Gelegenheit zu geben, neue gute Säfte zu produzieren und schließlich ein gesundes Gleichgewicht im Körper herzustellen. Die Patientin oder der Patient legt sich gemütlich auf die Behandlungsliege. Es wird eine Kanüle in eine Vene in der Armbeuge gesetzt, so wie es beim Blutabnehmen auch der Fall ist. Das Blut wird jedoch nicht mittels Vakuum herausgezogen, sondern man lässt es über einen sterilen Schlauch in ein kleines Gefäß laufen. Zunächst zeigt sich sehr dunkles Blut, zuweilen ist es richtig schwarz. Schließlich erfolgt ein Farbumschlag zu hellrot. Dann wird der Aderlass sofort beendet. Das Phänomen des Farbumschlags konnte noch nicht wissenschaftlich erklärt werden. Möglicherweise spielen unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten des dunklen und des hellen Blutes eine Rolle. Hildegard hat das dunkle Blut als ein von Schlackenstoffen behaftetes Blut beschrieben, während das helle Blut reineres Blut sei. 

Es werden bis zu 200 ml Blut abgenommen. Das ist eine recht geringe Menge, wenn man bedenkt, dass man beim Blutspenden immer 500 ml abgibt. Die tatsächlich abgegebene Menge beim Aderlass ist sehr individuell und hängt davon ab, wann der Farbumschlag erreicht ist. Es können zwischen 30 und 200 ml sein. Unabhängig von der Menge können sich mehr oder weniger ausgeprägte Effekte zeigen. Damit der Körper sich mit dem Aderlass auseinandersetzen und den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen kann, sollte man am Aderlass-Tag Ruhe halten und drei Tage lang gewisse Prinzipien bei der Ernährung beachten. Einen Aderlass lässt man ein- bis zwei mal pro Jahr durchführen. Der Aderlass stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, einen Umschwung hervorzurufen indem das körpereigene Selbstheilungssystem angeregt wird. Darüber hinaus ist es aber wichtig, sich um eine gesunde Lebensweise zu bemühen, damit man einen länger anhaltenden Nutzen vom Aderlass hat.  
  
o Blutiges Schröpfen 
 
Beim blutigen Schröpfen wird die Haut an bestimmten Punkten auf dem Rücken minimal angeritzt und ein Schröpfkopf aufgesetzt. Hierbei geht es nicht um eine Blutentnahme; dazu wird die Haut nur zu oberflächlich angeritzt. Der Körper wird vielmehr von einem Schleim befreit. Das Schröpfen stellt eine Jahrtausende alte Ausleitungsmethode dar. Man kannte sie bereits im 4. Jahrtausend vor Chr. in Mesopotamien. Sie ist nicht nur Teil der Traditionellen Europäischen, sondern auch der chinesischen Medizin. Auch das Schröpfen dient der Selbstregulation des Körpers. Man unterscheidet das blutige und das unblutige Schröpfen. 

Beim blutigen Schröpfen soll durch Entziehen von Blut bzw. Schleim aus dem Bindegewebe – also nicht direkt aus dem Blutkreislauf, wie es beim Aderlass der Fall ist – das körpereigene Selbstheilungssystem angeregt werden. Auch hier können wir auf zahlreiche Beobachtungen und auf Berichte Betroffener zurückgreifen. Häufig berichten PatientInnen direkt nach der Behandlung von einem Gefühl des Wohlbefindens. Es wird eine Erleichterung bei Bronchialbeschwerden und asthmatischen Zuständen wahrgenommen. Ebenso wird häufig von einer Schmerzlinderung berichtet, seien sie durch rheumatische Beschwerden, Schulter-, Rücken- oder Knieleiden verursacht. Ebenso können sich in beeindruckender Weise depressive Verstimmungen, Müdigkeitszustände und die Auswirkungen eines grippalen Infektes spontan bessern. Ferner wird eine Besserung von Kopfschmerzen bzw. Migräne beobachtet. 

Was passiert beim blutigen Schröpfen? Bestimmte Hautareale, sogenannte Headsche Zonen stehen mit inneren Organen in Verbindung. Es handelt sich um Reflexzonen, in denen Veränderungen feststellbar sind, wenn das dazu gehörige Organ erkrankt, oder seine Funktion gestört ist. Stellt man die Ordnung des Hautareals durch das Schröpfen wieder her, so kann auch eine Tiefenwirkung über sogenannte Reflexbögen erfolgen und eine Ordnung im dazu gehörenden Organbereich herstellen. An den Headschen Zonen ist häufig eine Belastung des Organs feststellbar, lange bevor es zu einem Organschaden kommt. 

Wie geht man beim blutigen Schröpfen vor? Zunächst werden die entsprechenden Reflexzonen rechts und links der Wirbelsäule desinfiziert und mit einer dünnen, sterilen Kanüle ein wenig angeritzt. Anschließend werden sterile Einmal-Schröpfköpfe per Vakuumpumpe auf den Bereichen befestigt. Diese lässt man eine bestimmte Zeit vor Ort, um anschließend den angefüllten Schröpfkopf  abzunehmen. Die kleine Wunde wird mit einem Pflaster mit Veilchencreme  versorgt. Wie viel Schleim dabei heraustritt, ist individuell. Entsprechend gestalten sich die Zeitabstände zum wiederholten Schröpfen. Man kann nach 4 Wochen das blutige Schröpfen wiederholen. Die Abstände können sich auf 3 bis 6 Monate verlängern. Das hängt vom Genesungsfortschritt ab. 

Beim unblutigen Schröpfen wird die Haut nicht verletzt, sondern es kommt im Störfeld zu einer Mehrdurchblutung des Hautareals, wodurch regulierende Vorgänge nicht nur im Hautareal, sondern auch im dazugehörenden Organbereich aktiviert werden. In den Beinen soll dadurch der Lymphfluss angeregt werden.

o Nierenmassage

 
Nierenmassagen werden unter Verwendung einer speziellen Wärmequelle durchgeführt und haben den Sinn, Durchblutung und Funktion der Nieren zu fördern.
 
o Heilfastenbegleitung
 
Beim Heilfasten sind einige Dinge zu beachten. Ich berate Sie gerne, wie das Heilfasten nach Hildegard durchgeführt wird und stehe Ihnen bei Fragen und Schwierigkeiten, die während des Fastens auftreten können, zur Seite.
 
 
Blutuntersuchung
 
 
Blutuntersuchung im praxiseigenen Labor
 
Die Hildegard-Medizin hat ihren Ursprung im Mittelalter. Für die Diagnostik bediene ich mich jedoch modernster Untersuchungsmethoden und bestimme im praxiseigenen Labor zahlreiche Blutwerte. 
 
 
 
 
 
 
 
Harnintersuchung
 
 
 
     Harnuntersuchung im praxiseigenen Labor
 
     Anhand eines speziellen Testverfahrens ermittle ich zahlreiche Harnfaktoren.          Darüber hinaus mikroskopiere  ich mittels Phasenkontrastmikroskopie das              Harnsediment.
 
 
 
 
 
 
  
Ernährungsberatung
 
„Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein!“ 
 
In diesem prägnanten Satz hat  der im Zeitalter der Antike lebende Arzt Hippokrates (ca. 460–370 v. Chr.) treffend ausgedrückt, was Hildegard von Bingen schließlich in Ihren Schriften über die Naturheilkunde sehr ausführlich dargelegt hat.
 
Die Ernährung nach Hildegard weist einige Unterschiede zur heute üblichen Ernährungsweise auf. Sie stellt jedoch keine Diät dar, sondern ist lediglich eine andere, aber gesunde Art der Ernährung. Vom Getreide lobte sie vor allem den Dinkel.
 

 

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